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Aufmerksamkeitsstörungen & Hyperaktivität

Gleich zu Beginn: nicht jedes unaufmerksame, zappelige Kind ist  gleichzeitig hyperaktiv oder aufmerksamkeitsgestört! Charakterspezifische Eigenschaften, Lebens- und Entwicklungsalter sind ebenfalls wichtige Parameter, die mit einbezogen werden müssen.

Es gibt unterschiedlichste Begriffe für Störungen im Bereich dieser Störungen. Zwei häufig verwendete Diagnosen sollen nachfolgend kurz beschrieben werden:

  • ADHS (Aufmerksamkeits Defizit Hyperaktivitäts Störung) bzw.
  • ADS (ohne Hyperaktivität)
Beides sind im Kindesalter beginnende psychische Störungen mit den Leitsymptomen: Aufmerksamkeitsschwäche, impulsives Verhalten und manchmal auch Hyperaktivität. Die Ausprägung ist unterschiedlich. Manchmal steht die Hyperaktivität im Vordergrund ("Zappelphillip"). In anderen Fällen dominiert die Aufmerksamkeitsschwäche ("Hans-guck-in-die Luft").


ADHS
Bei der Aufmerksamkeitsstörung mit Hyperaktivität und Impulsivität zeigen Kinder und Jugendliche ihr hyperaktives Verhalten durch ihre scheinbar unermüdliche Energie. Typische Symptome sind: 
  • leichte Erregbarkeit, ungestümes und unüberlegtes Verhalten;
  • motorische Unruhe - andauerndenes Zappeln, nicht still Sitzen können - weder zu Hause noch im Kindergarten oder in der Schule;
  • Störung der Aufmerksamkeit und erhöhte Ablenkbarkeit;
  • Implusivität - Antworten im Unterricht müssen sofort raus gerufen werden, Ideen können nicht warten.

ADS
Kindern oder Jugendlichen mit einer Aufmerksamkeitsstörung ohne Hyperaktivität fällt es schwer, sich über längere Zeit auf eine Sache zu konzentrieren und sich damit zu beschäftigen. Hier sind typisch:
  • leichte Ablenkbarkeit durch die Umgebung;
  • zumeist große Schwierigkeiten begonnene Arbeiten zu Ende zu führen;
  • oft ungünstiges Arbeitsorganisation und langsames Arbeitstempo und fehlende Lernstrategien;
  • häufige unerklärliche Flüchtigkeitsfehler;
  • große Mühe, zuzuhören;
  • Vergesslichkeit und häufiges verlierden von Gegenständen. 

Was kann man tun?

In Bezug auf Möglichkeiten zur Behandlung dieser Störungen zeigen folgende Interventionsstränge spezifische Wirkung:

Psychotherapie
Psychotherapeutisch gesehen, haben sich vor allem kognitive und verhaltenstherapeutische Behandlungsansätze bewährt. Hier geht es vor allem darum durch Training grundlegende Fertigkeiten und Verhaltensregeln einzuüben. Die Gestalttherapie stellt ebenfalls einen guten Zugang dar, bei dem es beispielsweise darum gehen kann, dass das Kind oder der/die Jugendliche lernen kann, sich    selbst einzuschätzen, zu beobachten und sich kennen zu lernen. Klassische Spielgruppen allein scheinen nicht ausreichend.

Soziales Umfeld
Für ein erfolgreiches Arbeiten und eine optimale Wirkung der psychotherapeutischen Interventionen die Mitarbeit der Bezugspersonen von großer Wichtigkeit (z. B. Elterntraining).

Medikamente
Vor allem bei ausgepräten Formen der Aufmerksamkeitsstörungen können Medikamente eine gute Ergänzung in der Behandlung sein. Diese Medikamente setzen ihre Wirkung an Hirnarealen an, die für die Selbststeuerung und Hemmung von Verhaltensimpulsen zuständig sind. Dadurch wird das Verhalten des Kindes oder Jugendlichen ruhiger, konzentrierter und kontrollierter. Auch wenn keine Medikamente verwendet werden (wollen) ist eine ärztliche Abklärung auf jeden Fall zu empfehlen.










       

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