Paul Braunger Psychotherapie Header
Home
» Psychotherapie
» Arbeitspsychologie
» Organisationsberatung
Zur Person
Links
Kontakt

Reaktionen auf schwere Belastungen & Anpassungsstörungen

Per Definition handelt es sich um:

Reaktionen auf belastende Lebensereignisse, die nach Art und Ausmaß deutlich über das nach allgemeiner Lebenserfahrung zu Erwartende hinausgehen und denen aufgrund ihrer Ausprägung oder Folgen Krankheitswert zukommt. Dabei werden in der Regel die affektive Situation, die Leistungsfähigkeit und die sozialen Beziehungen beeinträchtigt
(Möller, Laux & Deister. 2009. Psychotherapie und Psychiatrie. Stuttgart: Thieme Verlag, S. 233)

Störungen aus diesem Bereich zeigen klinisch sehr unterschiedliche Erscheinungsbilder. Ihnen ist aber gemein:
  • es sind Reaktionen auf bestimmte Belastungsfaktoren im psychischen oder sozialen Bereich;
  • bei denen völlig "gesunde" Menschen reaktive Veränderungen im Gefühls- und Verhaltensbereich zeigen; 
  • und sie umfassen vielfältige körperliche und seelische Symptome (z.B. Depression, Angst, Verzweiflung, Reizbarkeit, körperliche Überaktivität, Erregung oder Schlafstörungen) - diese Reaktionen können individuell sehr unterschiedlich sein.
Häufige Formen sind die Posttraumatische Belastungsstörung sowie die Anpassungsstörung, die an dieser Stelle in einer Kurzdarstellung exemplarisch beschrieben werden.


Posttraumatische Belastungsstörung
Die Posttraumatische Belastungsstörung (verwendete Abkürzungen: PTB, PTBS oder PTSD) ist eine psychischen Störung, die dadurch gekennzeichnet ist, dass die Betroffenen  einem kurz oder lang anhaltenden Ereignis ausgesetzt waren, das eine außergewöhnliche Bedrohung darstellte oder ein katastrophales Ausmaß annahm.

Eine PTBS wird dadurch gekennzeichnet, dass die betroffenen Menschen sich häufig unfreiwillig an die Traumatisierung erinnern und/oder die im Trauma erfahrenen Emotionen wieder erleben (Nachhallerinnerungen, „flashback"). Die Betroffenen schildern diesen Ablauf oft wie einen Film, in den sie plötzlich hineinversetzt werden, ohne etwas dagegen tun zu können.Weitere häufig auftretende Symptome können sein: Angst, Hilflosigkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten, Reizbarkeit und Wutausbrüche, Schuldgedanken, eine erhöhte Schreckhaftigkeit und körperliche Stressreaktionen. Viele Betroffenen zeigen zudem ein ausgeprägtes Vermeidungsverhalten von Situationen, Personen und Aktivitäten, die in assoziativer Nähe mit dem erlebten Trauma stehen. Drogeneinnahme oder übermäßiger Alkoholkonsum können als komlizierdene Faktoren dazu kommen.


Anpassungsstörung
Anpassungsstörungen treten nach massiven Lebensveränderungen, belastenden Lebensereignissen oder schweren körperlichen Erkrankungen auf. Sie sind Zustände von subjektivem Leid und gemütsmäßiger Beeinträchtigung (ICD-10).

Hier geht es um Reaktionen auf identifizierbare psychosozialen Belastungen, von nicht außergewöhnlichen oder katastrophalen Ausmaß, wie beispielsweise: Partner- und Familienprobleme, Liebesenttäuschungen, Schwierigkeiten im Beruf, finanzielle Einbußen, gesundheitliche oder sonstige Bedrohungen. Meist handelt es sich um eine kurze bis mittelfristige Reaktion, überwiegend resigniert-depressiv, ängstlich-furchtsam, frustriert, gedemütigt, besorgt, angespannt, aber auch reizbar, aggressiv u.a. 


Gestalttherapeutische Traumafolgentherapie

Die Gestalttherapie eignet sich aufgrund ihrer humanistischen Ausrichtung meiner Meinung nach sehr gut zur Behandlung von Reaktionen 
auf schwere Belastungen sowie Anpassungsstörungen. Als wesentlich in diesem Zusammenhang erweisen sich die Grundananahmen der humanistischen Psychologie (Butollo, Hagl & Krüsmann. 1999. Kreativität und Destruktion posttraumatischer Bewältigung, Münschen: Cotta)
  • die therapeutische Beziehung und das darin aktualisierte Kontaktgeschehen;
  • die Berücksichtigung des gesamten Lebenszusammenhangs der Klient/innen;
  • die Grundannahme der Weiterentwicklung und des Wachstums,;
  • sowie die Ressourcenorientierung des Ansatzes.








       

Paul Braunger Psychotherapie Home
Paul Braunger Psychotherpaie Mail



© 2011 Paul Braunger